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Strukturmaßnahme in der Enz in Niefern

Das Projekt

Die Enz ist auf weiten Strecken begradigt und die Ufer sind befestigt. Wichtige eigendynamische Entwicklungen zur Schaffung von Lebensräumen für die Wasserorganismen wie Flachwasserzonen und Laichplätze können sich so nicht ausbilden.

Im Rahmen der Landesstudie Gewässerökologie (LS GÖ) an der Enz, die von 2021 bis 2024 durchgeführt wurde, wurden 13 Gewässerabschnitte identifiziert, in denen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Schaffung von Lebensräumen für die Gewässerfauna und Flora geplant und umgesetzt werden sollen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Erreichung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL).

Der Gewässerabschnitt der Enz in Niefern, unterstrom der Hauptstraße, auf Höhe des Hallen- und Freibades soll revitalisiert werden.

Mit der Planung und Umsetzung der Maßnahme sollen Lebensräumen für die natürlich vorkommende Fischfauna (u.a. Nase, Barbe und Strömer) geschaffen werden und erhalten bleiben. Je nach Entwicklungsstadium sind die Bedürfnisse der Arten unterschiedlich:

  • Unterstände und große, tiefe Kolke als Winterhabitate
  • Überströmte Kiesfläche als Laichhabitate
  • Flach abfallende, angeströmte Bereiche für Jungfische
  • Ruhig durchflossene Fließrinnen für die Nahrungshabitate

Der gute strukturelle Zustand der Enz in diesem Bereich wird auch an den angrenzenden Gewässerabschnitten positive Auswirkungen haben, die Resilienz der Arten gegenüber Stress erhöhen und so auch die Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels steigern. Die geplanten Maßnahmen fördern zudem  den Wasserrückhalt in der Fläche. Der geplante höhere Gehölzanteil und der verzweigte Gewässerverlauf erhöhen den Anteil der beschatteten Wasseroberfläche und reduzieren die Wassertemperatur. Gerade in heißen Sommern ist es wichtig, dass die Gewässer nicht zu warm werden, denn dann leiden viele Arten im Gewässer unter Sauerstoffmangel.

Geplant ist die Anlage von drei Gewässerschlingen im Norden der Enz. Dabei soll das heutige Gewässerbett immer wieder angebunden werden, um die Umsiedlung der Arten vom heutigen ins neue Gewässerbett zu erleichtern. Zur Erhöhung der Strukturvielfalt sollen Totholz, Buhnen, Kolke, Kiesdepots und Inseln errichtet werden. 

Die drei neuen Schlingen mit jeweils kurzer Anbindung an den Bestandsverlauf sind als verzweigter Verlauf mit Inselstrukturen geplant. 

Das neue Gewässer wird ohne Uferbefestigung hergestellt. So kann sich eine natürliche Böschungs- und damit Breiten- sowie Tiefenvarianz entwickeln. Zusammen mit der Tieferlegung des Vorlandes, wird das Vorland früher als bisher überschwemmt, so dass sich typische Ufervegetation und auch Auenhabitate entwickeln können.

Zahlen und Fakten

Vorhabenträger: Land Baden-Württemberg
Lage: Niefern-Öschelbronn
Länge: rund 1.000 m

Aktueller Stand

In Planung

Termine

Derzeit gibt es keine Termine.

Informieren Sie sich

Planungsunterlagen, Infotafeln

Beschreibung Dateityp Größe
Kurzfassung der LS GÖ Enz pdf 4 MB
Lageplan der Ideenskizze aus der LS GÖ pdf 26 MB

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