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Mobilitätspakt

Sechste Steuerkreissitzung Mobilitätspakt Mittelbaden

Umsetzung von Maßnahmen für eine zukunftsfähige Pendlermobilität auf gutem Kurs

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Symbolbild Mobilität

Unter Leitung von Raimund Haser MdL, Staatssekretär im Landesverkehrsministerium, trafen sich heute, Donnerstag, 22. Oktober 2026, die Partner des Mobilitätspakts Mittelbaden im Rathaus der Stadt Baden-Baden zur sechsten Steuerkreissitzung. Nachdem die Laufzeit des Mobilitätspakts im Frühjahr 2025 um weitere fünf Jahre verlängert wurde (Pressemitteilung 14. März 2025), standen bei dem Treffen am 22. Oktober 2026 der Austausch über die wesentlichen Maßnahmenfortschritte und das weitere Vorgehen im Zentrum. 

Wichtigste Themen waren dabei neue Maßnahmen zur Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs und zur Förderung weiterer Mobilitätsangebote im Rastatter Gewerbegebiet Ost sowie die Weiterführung des BMM-Impulsprogramms in der Region. Der Kreis beschloss außerdem die Durchführung von Mobilitätstagen im Jahr 2027.

Neue Busangebote im Gewerbegebiet Rastatt Ost zum Fahrplanwechsel 2026

Der Busverkehr für das Gewerbegebiet Rastatt Ost wurde in einer mehrmonatigen Reallaborphase Ende 2025/Anfang 2026 zunächst temporär verbessert: 
Es wurden eine temporäre Bushaltestelle errichtet, ausgewählte Busfahrten testweise bis dorthin verlängert und zwei neue Busfahrten zu den Randzeiten eingeführt. Mit Unterstützung der Hochschule Karlsruhe konnten Arbeitnehmende das Busangebot im Rahmen des Projektes „move.mORe“ bewerten. Ebenso wurden die Fahrgastzahlen ausgewertet. Die Ergebnisse des Reallabors zeigen, dass die Verbesserung des Busverkehrs im Gewerbegebiet gut angenommen wurde. Die Ergebnisse fließen nun in die Konzeptionen der Linien 232, 234 und 236 ein, die mit dem Fahrplanwechsel ab Mitte Dezember greifen sollen.

Weitere Maßnahmen im Gewerbegebiet Ost

Im Gewerbegebiet Ost werden Infrastrukturverbesserungen Stück für Stück umgesetzt, die aus der verkehrsmittelübergreifende Erreichbarkeitsanalyse des Mobilitätspaktes im Jahr 2025 abgeleitet wurden. So werden ergänzend zum Busverkehr auch die Bedingungen für andere Mobilitätsarten in dem Gewerbegebiet verbessert, insbesondere für den Radverkehr. Im Sommer 2026 wurden beispielsweise der Umbau und die Erweiterung der Bike+Ride-Anlage am Bahnhof Rastatt abgeschlossen. Sichere und komfortable Radabstellplätze erleichtern die Weiterfahrt mit dem Rad in das Gewerbegebiet.

Darüber hinaus wurden im Gewerbegebiet weitere virtuelle nextbike-Stationen eingerichtet. Dabei handelt es sich um Abstell- und Rückgabeorte für Leihfahrräder, die via App einsehbar sind und ohne fest installierte Stationen auskommen. So ist für die Fahrt ins Gewerbegebiet kein eigenes Fahrrad erforderlich, und die Sharing-Fahrräder lassen sich noch einfacher nutzen.

Bis Ende 2026 wird außerdem auf dem ersten Abschnitt der Rauentaler Straße ein Radschutzstreifen markiert. Die Planungen für den zweiten Abschnitt dieser wichtigen Radverkehrsroute im Gewerbegebiet folgen im nächsten Jahr.

Fortsetzung BMM-Impulsprogramms in 2026 und 2027

Das betriebliche und behördliche Mobilitätsmanagement (BMM) in der Region ging in 2026 mit seinem BMM-Impulsprogramm unter Federführung des Landkreises Rastatt ins zweite Jahr. Im Rahmen des Programms treffen sich Arbeitgeber aus der Region – darunter Geschäftsführende, Personalverantwortliche und Klimaschutzbeauftragte aus Betrieben, Behörden und wirtschaftsnahen Verbänden – zum gegenseitigen Austausch. Dabei erhalten sie Informationen zu geeigneten Maßnahmen durch Fachvorträge, Good-Practice-Beispiele anderer Arbeitgeber sowie eine Fördermittelberatung. Nach Evaluierung des ersten Pilotjahres hat sich gezeigt, dass das Interesse seitens der teilnehmenden Unternehmen groß und eine Fortführung daher sinnvoll ist. Im Rahmen des Austausches mit den teilnehmenden Betrieben und Behörden sind insbesondere die Themen Kommunikation/Information, Radverkehr, Elektromobilität und Fuhrparkmanagement von großem Interesse. Die nächsten Termine sind für den 2. Dezember 2026 und Januar 2027 geplant.

Mobilitätstage im Jahr 2027

Im Jahr 2027 sind als gemeinschaftliches Vorhaben der Partner des Mobilitätspakts Mobilitätstage geplant. Durch verschiedene Aktionen in der Region sollen dabei unterschiedliche Themen der „zukunftsfähigen (Pendler-)Mobilität“ platziert und erlebbar gemacht werden. Die Aktionen werden frühzeitig bekanntgegeben.

Hintergrundinformationen zum Mobilitätspakt Mittelbaden

Der Mobilitätspakt Mittelbaden wurde im Jahr 2020 unter der Leitung des Landes zusammen mit wichtigen regionalen Akteuren aus Wirtschaft und öffentlicher Hand gegründet. Im Rahmen der Mobilitätspakte setzen sich die Partnerinnen und Partner gemeinsam für eine zukunftsfähige, vernetzte und leistungsfähige Pendlermobilität in bedeutsamen Wirtschaftsregionen Baden-Württembergs ein. Im März 2025 wurde der Mobilitätspakt Mittelbaden um weitere fünf Jahre verlängert. Damit einher ging auch die Umbenennung des Mobilitätspakts vom damaligen „Mobilitätspakt Rastatt“ in „Mobilitätspakt Mittelbaden“, insbesondere um die räumlichen (Pendler-)Verflechtungen des Wirtschaftsraums besser zum Ausdruck zu bringen bzw. besser zu umfassen. In diesem Kontext erfolgte auch eine Aufnahme der Stadt Baden-Baden in den Mobilitätspakt. 

Das im Frühjahr 2025 verabschiedete Maßnahmenprogramm umfasst folgende Vorhaben: 

Maßnahme 1: Verkehrsmittelübergreifende Erreichbarkeitsanalyse für Gewerbegebiete und daraus abgeleitete Infrastrukturverbesserungen im Gewerbe- und Industriegebiet Ost in Rastatt 

Maßnahme 2: Schaffung einer durchgehenden, sicheren und hochwertigen Radverkehrsverbindung zwischen Rastatt und Baden-Baden 

Maßnahme 3: Direkte Schienenanbindung Mercedes Benz-Werk, GETINGE und zukünftiges Klinikum 

Maßnahme 4: Verstetigung und Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Busses 231 Rastatt – Soufflenheim/Seltz („Elsassbus“) 

Maßnahme 5: Kommunikation der Paktprojekte und Verbesserung der Störungskommunikation 

Maßnahme 6: Ausbau des (betrieblichen) Mobilitätsmanagements in der Wirtschaftsregion Rastatt

Weitere Informationen unter Mobilitätspakt Mittelbaden

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Irene Feilhauer
Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-4051
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Dr. Tassilo Keiber
Stellvertretender Pressesprecher
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-6266
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