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Sanierung des Absturzbauwerks am Saalbach in Bruchsal
Bauliche Umsetzung von 27. April 2026 bis Frühjahr 2027
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Das Regierungspräsidium Karlsruhe saniert in Bruchsal zwischen dem 27. April 2026 und Frühjahr 2027 das Absturzbauwerk am Saalbach. Das Bauwerk liegt im Westen von Bruchsal und dient dem Hochwasserschutz. Bei Hochwasser kann ein Großteil des Wassers über das Bauwerk in den Saalbachkanal und damit auf kurzem Weg – abseits von Ortslagen – in den Rhein geleitet werden.
Die Abflussaufteilung am Absturzbauwerk erfolgt über zwei Schütze, dabei handelt es sich um verschiebbare Absperrplatten zur gezielten Steuerung oder Sperrung des Wasserdurchflusses: ein kleineres Schütz im Saalbach, mit dem der Abfluss im Saalbach bei Hochwasser reduziert werden kann, sowie ein größeres Schütz mit Absturz zum Saalbachkanal. Dieses größere Schütz ist im Normalbetrieb geschlossen. Bei Hochwasser wird es stufenweise hochgezogen, sodass der überwiegende Teil des Saalbachwassers in den Saalbachkanal fließt.
Im Rahmen der Sanierung wird der vorhandene Beton lokal instandgesetzt. Zudem werden neue Schütztafeln sowie eine neue Steuer- und Antriebstechnik eingebaut. Die neue Technik kann flexibler und schneller auf steigende Wasserstände reagieren als die bisherige Steuerung. Das unterstützt eine situationsgerechte Abflusssteuerung: Ziel ist, bei einsetzender Hochwasserwelle möglichst lange Wasser im Saalbach zu führen, ohne Verzögerungen bei der Umstellung auf den Hochwasserabfluss zu riskieren. Davon profitieren auch Pflanzen und Tiere im Saalbach sowie die Saalbachniederung als geschütztes Feuchtgebiet.
Damit der Saalbachkanal auch dann Wasser erhält, wenn die große Schütztafel unten ist, wird künftig über einen Bypass Wasser aus dem Saalbach in den Saalbachkanal geleitet. Der Bypass wird als Kanalleitung mit Schacht um das Betriebsgebäude herumgeführt. Das erleichtert insbesondere Unterhaltung und Kontrolle: Die Schütztafel kann trockengelegt werden, während der Saalbachkanal weiterhin Wasser erhält.
Am Ende der Maßnahme entstehen außerdem ein neues Betriebsgebäude für die Technik sowie ein neuer, etwas breiterer Steg über den Absturz zum Saalbachkanal. Die Böschungen neben dem Absturz werden mit Gabionen neu modelliert, um die Unterhaltung der Flächen zu erleichtern.
Bauablauf und Verkehr
Die bauliche Umsetzung ist von 27. April 2026 bis Frühjahr 2027 vorgesehen. Eine Umleitung für den Rad- und Fußverkehr wird ausgeschildert. Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet für die Beeinträchtigungen um Verständnis.
Kosten
Die Kosten liegen bei rund 2,5 Millionen Euro.
Weitere Informationen
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Pressesprecherin
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Stellvertretende Pressesprecherin
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