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Rückhalteraum Bellenkopf/Rappenwört
Umsetzung weiterer Maßnahmen im Bereich Daxlanden und Fritschlach
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Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe (LBG) bereitet im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) den Bau des Rückhalteraums Bellenkopf/Rappenwört vor (Pressemitteilung vom 28. Februar 2025). Während für Teile des Vorhabens noch ein Ergänzungsverfahren läuft, werden rechtlich zulässige Projektbestandteile bereits umgesetzt.
Abgeschlossene und laufende Maßnahmen
- Der Durchlass in der Hermann-Schneider-Allee, der künftig der Ableitung von erhöhtem Grundwasser dienen wird, wurde mittlerweile vollständig umgesetzt.
- Ebenfalls umgesetzt ist ein Grundwasserteich mit Durchlass unter dem Reinhard-Kutterer-Weg (Pressemitteilung vom 10.10.2025). Der Teich kann bereits jetzt der Abführung hoher Grundwasserstände in den Federbach dienen.
- Weiterhin laufen im Bereich zwischen Hermann-Schneider-Allee und Kleingartenanlagen die Bauarbeiten für den Ersatzneubau des Forststützpunkts, der für den Zeitraum des Polderbaus als Infozentrum dienen wird. Die Bauarbeiten sollen 2027 beendet und das Infozentrum für die Öffentlichkeit geöffnet werden.
Beginnende Maßnahmen
- Zwischen Mai und Herbst 2026 beginnt nördlich der Kleingartenanlagen Daxlanden der Aushub für einen größeren Teich. Dieser Teich gehört zu einer Reihe von Kompensationsmaßnahmen, die im Vorfeld des eigentlichen Polderbaus realisiert werden. So werden die Eingriffe in Natur und Landschaft während des Baus sowie beim späteren Betrieb des Polders in dem erforderlichen Maße kompensiert. Einige Tierarten erhalten neue Lebensräume oder Ersatzhabitate, in die sie im Laufe des Baus ausweichen können beziehungsweise in die sie teilweise auch aktiv umgesiedelt werden.
Der Teich nördlich der Kleingartenanlagen Daxlanden dient der Verbesserung des Lebensraums von Vögeln, Amphibien und Libellen. Insbesondere soll sich die Zierliche Moosjungfer, eine besonders geschützte und gefährdete Libellenart, in diesem Teich ansiedeln. Ein Großteil des Aushubmaterials kann beim Dammbau eingesetzt werden. Dies spart im Sinne eines nachhaltigen Bauablaufs Baukosten und reduziert den Baustellenverkehr für Material, das angeliefert werden muss. - Am Rand der Kleingartenanlagen Daxlanden werden vier Grundwasserbrunnen hergestellt. Die Arbeiten dafür haben im Mai begonnen. Es werden die Brunnen gebohrt, die zugehörigen Steuerpegel zur Messung der Grundwasserspiegel hergestellt und die Brunnen mittels Pumpversuchen getestet, um eine optimale Grundwasserhaltung sicherzustellen. Die oberirdischen Brunnenstuben und die erforderlichen Pumpen werden zu einem späteren Zeitpunkt installiert.
- Ab Juni 2026 wird ein Teil des späteren Hauptdammes RHWD XXVI zwischen Waidweg und Platanenrichtstatt (= Gemarkungsgrenze zu Rheinstetten) saniert und ertüchtigt. Hierzu wird der Damm abgetragen und neu hergestellt, bereichsweise wird dammparallel ein Drainagegraben mit Unterhaltungsweg errichtet. Die Fällarbeiten hierfür fanden bereits im Winter 2025/2026 statt (Pressemitteilung vom 06.11.2025). Aktuell werden Maßnahmen zum Schutz und zur Umsiedlung von Eidechsen durchgeführt. Die Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt. Der Bereich zwischen der Gemarkungsgrenze und der Fritschlach soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden; der Abschnitt zwischen der Herrmann-Schneider-Allee und dem Waidweg wird voraussichtlich bis Ende 2027 hergestellt.
Im Rahmen der Baumaßnahmen ist mit vermehrtem Baustellenverkehr insbesondere im Bereich des Waidwegs und der angrenzenden Baustelleneinrichtungsfläche sowie der Hermann-Schneider-Allee zu rechnen. Teilweise müssen Straßen und Wege gesperrt werden, die Erreichbarkeit der Grundstücke in der Fritschlach ist während der Bauzeit gewährleistet.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet die Anliegenden für die mit der Maßnahme zusammenhängenden Beeinträchtigungen um Verständnis. Sobald die Details zu den Sperrungen und Umleitung vorliegen, wird das Regierungspräsidium Karlsruhe darüber in einer weiteren Pressemitteilung informieren.
Hintergrundinformationen
Der Rückhalteraum Bellenkopf/Rappenwört ist einer von 13 Rückhalteräumen, die aufgrund des deutsch-französischen Vertrages von 1982 im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) am Oberrhein gebaut werden, um die Rheinunterlieger vor großen Hochwassern zu schützen.
Der im Bau befindliche Rückhalteraum Bellenkopf/Rappenwört kann künftig rund 14 Millionen Kubikmeter Rheinhochwasser zurückhalten.
Weitere Informationen zum Rückhalteraum Bellenkopf/Rappenwört sind auf der Projektseite des Regierungspräsidium Karlsruhe zu finden.
Fragen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern werden gerne per E-Mail info@polder-bera.de entgegengenommen.
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