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Umwelt

Land fördert Ersatzneubau der Verdolung im Eingangsbereich der ehemaligen Deponie „Waldseeplatz“ im Gewann „In der Michelbach“

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Bild zeigt zwei aufeinanderliegende Aktenordner einmal mit der Beschriftung Förderung und einmal mit der Beschriftung Projekte

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Stadtkreis Baden-Baden mit rund 2,14 Millionen Euro an Zuwendungen aus dem Altlastenfonds bei der Sicherung der ehemaligen Deponie „Waldseeplatz“ im Gewann „In der Michelbach“.

Der Verteilungsausschuss Altlasten des Umweltministeriums hat der Förderung für einen Ersatzneubau der eingestürzten Michelbachverdolung zugestimmt. Bei zuwendungsfähigen Gesamtausgaben von rund 2,38 Millionen Euro gewährt das Land der Stadt Baden-Baden aufgrund der angespannten Finanzlage einen erhöhten Fördersatz von 90 Prozent.

„Die Wiederherstellung der Standsicherheit der Verdolung und damit auch der gesamten Altlast hat für Baden-Baden höchste Priorität. Mit der Bewilligung von 90 Prozent Förderung greifen wir der Kommune gezielt unter die Arme, um diese dringende Altlastensanierung zügig umzusetzen,“ so Regierungspräsident Alexander Föhr

Dringender Handlungsbedarf nach Teileinsturz

Zwischen 1936 und 1951 wurde im Gewann „In der Michelbach“ eine städtische Deponie betrieben, durch die der Michelbach auf 335 Metern verdolt (röhrenförmige Einfassung eines Wasserlaufs im Untergrund) verläuft. Auf der später abgedeckten und befestigten Altablagerung befinden sich heute unter anderem. Gebäude zur Unterbringung von Geflüchteten. Anfang 2025 brach die Verdolung im Eingangsbereich einer Unterkunft ein. Eine Überprüfung zeigte, dass das Bauwerk insgesamt nicht mehr standsicher ist. Um Gefahren abzuwenden, mussten Teile der Unterkünfte geräumt werden, wodurch 82 Plätze entfielen. Zudem drohten bei Starkregen Überflutungen der benachbarten Waldseestraße und auch Schadstoffeinträge aus der ehemaligen Deponie in den Michelbach.

Sanierung ab 2027

Nach einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2025 setzte sich der Ersatzneubau der Verdolung entlang der Waldseestraße mit anschließender Verfüllung des alten Kanals als technisch und wirtschaftlich tragfähigste Lösung durch. Der Baubeginn ist für Anfang/Mitte 2027 geplant, die Fertigstellung für 2028.

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