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Gemeinsame Pressemitteilung von ForstBW, Stadt Baden-Baden, Höhere Naturschutzbehörde, Arbeitskreis Klettern und Naturschutz Battert/Nordschwarzwald, Schwarzwaldverein und Bergwacht
Aussichtsmöglichkeit und Besucherlenkung im Bannwald „Battert“ und Naturschutzgebiet „Battertfelsen beim Schloss Hohenbaden“ (Baden-Baden)
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Am 22. April 2026 haben sich ForstBW, die Stadt Baden-Baden, die Höhere Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe, der Arbeitskreis Klettern und Naturschutz (AKN) Battert/Nordschwarzwald, der Schwarzwaldverein und die Bergwacht am Battert getroffen, um die zukünftige Entwicklung und Besucherlenkung in den sensiblen Felsbereichen des dortigen Naturschutzgebiets und Bannwalds gemeinsam zu beraten.
Der Flächeneigentümer ForstBW hatte vorgeschlagen, als Alternative für die entfernte Felsenbrücke eine absturzsichere Aussichtsmöglichkeit auf der Falkenwand nahe der Bergwachthütte zu prüfen. In diesem Zusammenhang hat ForstBW auch klargestellt, dass Gründe des Arten- und Gebietsschutzes gegen eine Wiedererrichtung der Felsenbrücke sprechen und diese vom Eigentümer daher abgelehnt wird. Die Felsen der Falkenwand hingegen liegen deutlich entfernt vom Brutplatz des Wanderfalken an der Badener Wand. Die Aussicht dort unterliegt insofern keinen artenschutzrechtlichen Beschränkungen und kann daher ganzjährig von Erholungssuchenden genutzt werden.
Die Felsformation bei der Bergwachthütte bietet einen beeindruckenden Panoramablick über Baden-Baden und die umliegende Landschaft und ermöglicht ein einmaliges Natur- und Felserlebnis. Im Fokus des gemeinsamen Vor-Ort-Termins stand insbesondere die Frage, ob ein durch Geländer gesicherter Bereich geschaffen oder der Zugang zu den Felsen bewusst naturbelassen erhalten werden soll. Nach intensiver Abwägung der Vor- und Nachteile haben sich alle Beteiligten
einvernehmlich dafür ausgesprochen, den Felsbereich als naturbelassenen Aussichtspunkt zu erhalten.
Ausschlaggebend war hierfür auch die Einschätzung der Bergwacht, dass ein Geländer zu einem weniger umsichtigen Verhalten der Besucher und zusätzlichen Risiken auf dem Felskopf führen werde. Der Battertfelsen ist ein einzigartiger Natur- und Erholungsraum. Gemeinsames Ziel der Beteiligten ist es, den Schutz sensibler Arten und Lebensräume mit einem verantwortungsvollen Naturerlebnis in Einklang zu bringen.
Beim Termin einigte man sich außerdem darauf, zur Erhöhung der Sicherheit der Besucherinnen und Besucher im Bereich der Falkenwand einen deutlich sichtbaren Warnhinweis zur Absturzgefahr anzubringen. Ergänzend sind Informationstafeln geplant,
die über naturschutzfachliche Besonderheiten informieren oder in Verbindung mit einem Welterbe-Wanderweg die historische Bedeutung des Gebiets für den Klettersport sowie fürs Wandern und die Naturerholung dokumentieren.
Eine besonders erfreuliche Entwicklung gibt es aus dem Artenschutz zu berichten: Die Wanderfalken an der Badener Wand haben auch dieses Jahr wieder gebrütet. Der Schlupf ist offenbar erfolgt, denn aktuell werden die Elterntiere beim Füttern beobachtet. Es bleibt zu hoffen, dass sie die sensible Phase der Aufzucht gut und ohne Störungen bis zum Ausflug erfolgreich meistern. „Dies unterstreicht die hohe ökologische Bedeutung des Gebiets und bestätigt die Notwendigkeit eines behutsamen Umgangs mit diesem sensiblen Naturraum,“ so Daniel Raddatz, Leiter des Referats für Naturschutz und Landschaftspflege im Regierungspräsidium.
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