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Gaswerk Luzenberg: Land fördert Grundwassersanierung des ehemaligen Gaswerks in Mannheim mit rund 2,1 Millionen Euro
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Das Land Baden-Württemberg setzt ein klares Zeichen für den Umwelt- und Grundwasserschutz in der Region: Rund 2,11 Millionen Euro Fördergelder aus dem Altlastenfonds stellt das Land der Stadt Mannheim in den kommenden fünf Betriebsjahren (Oktober 2026 bis September 2031) zur Verfügung. Damit werden die erfolgreichen Sanierungsmaßnahmen auf dem Areal des ehemaligen Gaswerks Luzenberg fortgeführt.
Das rund 15 Hektar große Gelände im Mannheimer Norden zählt zu den bedeutendsten Altlastenstandorten der Region. Während des Betriebes von 1900 bis 1968 hinterließ das Gaswerk flächige Boden- und Grundwasserverunreinigungen – insbesondere durch Teeröle (PAK), monocyclische Kohlenwasserstoffe (BTEX) und Ammonium. Seit 2010 sichert eine Grundwasserreinigungsanlage das Areal im Regelbetrieb und stellt so sicher, dass sämtliche Schadstoffe vom Gelände abfließen. Allein im Betriebsjahr 2024/2025 filterte die Grundwasserreinigungsanlage über 220 Kilogramm an Schadstoffen gezielt aus dem Grundwasser.
Regierungspräsident Alexander Föhr zur Förderung und Altlastensanierung: „Die Altlastensanierung auf dem Areal Luzenberg zeigt eindrucksvoll, wie mit moderner Umwelttechnik und langer Ausdauer Grundwasser und Ökosysteme nachhaltig geschützt werden. Dank des hocheffektiven Verfahrens sichern wir langfristig und verantwortungsvoll die Grundwasserqualität der Region. Mit der Förderung von rund 2,11 Millionen Euro greifen wir der Stadt Mannheim kräftig unter die Arme und garantieren den lückenlosen Weiterbetrieb dieser unverzichtbaren Umweltmaßnahme.“
Mit Kosten von etwa 997 Euro pro Kilogramm abgereinigtem Schadstoff arbeitet die Grundwassersanierung in Luzenberg besonders effektiv. Sie liegt damit deutlich unter den üblichen Medianwerten vergleichbarer Pump & Treat-Verfahren. Zur effektiven Reinigung trägt auch die neu errichtete Photovoltaikanlage bei, die Anfang 2025 in Betrieb gegangen ist. Sie deckt 10 bis 15 Prozent des jährlichen Energiebedarfs der Reinigungsanlage ab.
Der Verteilungsausschuss Altlasten des Umweltministeriums hat dem Förderantrag mit einem erhöhten Regelfördersatz von 90 Prozent zugestimmt. Damit übernimmt das Land den Großteil der prognostizierten Fünfjahreskosten in Höhe von rund 2,35 Millionen Euro. Insgesamt hat das Land Baden-Württemberg für die Erkundung und Sanierung des Standorts seit Ende der 1980er Jahre bereits über 14 Millionen Euro an Zuschüssen bereitgestellt.
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