Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

Lesezeit:

Teilen via:

Hochwasserschutz

Dammertüchtigung Rheinhochwasserdamm in Mannheim

Landesbetrieb Gewässer stellt aktuellen Planungsstand im Umweltforum vor

Lesezeit:

Teilen via:

Dammverlauf in Richtung Norden
Dammverlauf in Richtung Norden

Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe (LBG) hat gestern, 14. Juli 2026, in der Sitzung des Umweltforums der Stadt Mannheim den aktuellen Planungsstand zur Dammertüchtigung des Rheinhochwasserdamms in Mannheim vorgestellt. Der LBG ist Vorhabenträger für die Dammertüchtigung des Rheinhochwasserdamms in Mannheim. 
Die Planungsunterlagen wurden 2021 bei der Planfeststellungsbehörde bei der Stadt Mannheim eingereicht. Im Zuge des Verfahrens wird die Planung derzeit überarbeitet. Geprüft wird insbesondere die Machbarkeit eines überströmungssicheren Bauwerks durch das Einbringen einer statisch selbsttragenden Spundwand. Dafür waren zunächst zusätzliche umfangreiche Untersuchungen, wie beispielsweise Bodenerkundungen oder Grundwassermodellierungen, erforderlich, die nun abgeschlossen sind. Die Ergebnisse:

Machbarkeit

Die Überprüfung der Variante mit einer statisch selbsttragenden Spundwand hat ergeben, dass eine knapp 20 Meter tiefe, in den Damm eingebrachte Spundwand, keine signifikante Auswirkung auf den Grundwasserstrom hat: damit der Damm im Falle einer Überströmung standsicher bleibt, muss die Spundwand im Erdreich rückverankert werden. Dazu werden diagonal lange Ankerstäbe aus Stahl, vergleichbar einem langen Dübel, in den Untergrund zum Rhein hin gebohrt und mit Beton vergossen. Um hierbei den Eingriff in die Wurzeln von benachbarten Bäumen zu minimieren, wird individuell die Position der Anker an den örtlichen Baumbestand angepasst.

Trasse und geplante Bauweise unter Berücksichtigung des vorhandenen Baumbestandes

In dem etwa 350 Meter langen Abschnitt vom Großkraftwerk Mannheim bis zum Restaurant Dioni ist aufgrund des zum Rhein hin breiten hochuferartigen Geländes keine Spundwand erforderlich. Die restlichen circa 3,6 Kilometer Dammlänge werden mit einer durchgehenden, statisch selbsttragenden, bemessenen rückverankerten Stahlspundwand verstärkt. Die Position der Spundwand befindet sich optimalerweise an der wasserseitigen Böschungsschulter. Davon wird in manchen Bereichen abgewichen, um Eingriffe in den Baumbestand auf dem Damm zu minimieren. Speziell in den Abschnitten 2 (Sportanlagen) und 4 (Kleingärten) ist zusätzlich die nahe verlaufende Hochspannungsfreileitung während des Baus zu beachten. 
Im Abschnitt 3 wird der Damm auf der bestehenden Trasse verlaufen. Ein Eingriff in den landseitigen Wald, wie es bei der bisherigen Variante vorgesehen war, erfolgt nicht.

Für die stark mit Bäumen bewachsenen Abschnitte 4 bis 6 wurden Möglichkeiten geprüft, um den baubedingten Eingriff in den Baumbestand zu minimieren: So ist vorgesehen, die Spundwand im Abschnitt 4 Süd entlang der landseitigen Dammböschung einzubringen. Damit kann ein Großteil der Bergahornreihe neben dem Weg auf der Dammkrone erhalten werden. Bäume auf der landseitigen Böschung müssen jedoch wegen des Baukorridors und den erforderlichen Anpassungen des Dammquerschnitts entfernt werden. Im Abschnitt 4 Nord verläuft die Hochspannungsfreileitung direkt über der landseitigen Dammböschung. 
In diesem Abschnitt wird die Spundwand auf der wasserseitigen Böschungsschulter eingebracht, hier kann ein Teil der Bergahornreihe nicht erhalten werden. In die Bäume auf der landseitigen Dammböschung muss dagegen nicht eingegriffen werden. Die Spundwand verläuft in den Abschnitten 5 und 6 weiter entlang der wasserseitigen Böschungsschulter. Die Bäume auf der Dammkrone zur Wohnbebauung hin könnten weitestgehend erhalten werden.

Ausblick

Derzeit wird die Entwurfsplanung für die Variante mit einer statisch selbsttragenden Spundwand ausgearbeitet. In einem Variantenvergleich werden anschließend diese und die bei der Planfeststellungsbehörde eingereichte Variante miteinander verglichen und die Unterschiede der beiden Varianten dargestellt. Die sich daraus ergebende sogenannte Vorzugsvariante wird dann im Rahmen des Planfeststellungsverfahren offengelegt, die Einreichung der Antragsunterlagen ist für kommendes Jahr vorgesehen.

Weitere Informationen zum Projekt

Kontakt

Kontakt

Kontakt

 

Irene Feilhauer
Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-4051
E-Mail senden 

 

Dr. Tassilo Keiber
Stellvertretender Pressesprecher
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-6266
E-Mail senden