Ackerwildkraut-Meisterschaft 2026 Neckar-Odenwald-Kreis
Das Projekt
2026 findet die jährliche Ackerwildkraut-Meisterschaft des Landes Baden-Württemberg im Neckar-Odenwald-Kreis statt. Nicht nur Kulturpflanzen, auch Ackerwildkräuter haben auf vielen Getreideäckern Platz. Diese Vielfalt wollen wir mit der Ackerwildkraut-Meisterschaft feiern. Das Land Baden-Württemberg wird landwirtschaftliche Betriebe auszeichnen, die hochwertige Lebensmittel produzieren und gleichzeitig eine Vielfalt an Ackerwildkräutern erhalten. Sie leisten einen großen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Artenvielfalt! Die Siegerehrung findet am 12. Juli im Rahmen des Grünkernfestes in Gottersdorf statt.
In Baden-Württemberg gibt es circa 220 Ackerwildkrautarten. Unkraut vergeht nicht? - Stimmt nicht! Von den 220 Wildkräutern stehen rund 100 auf der Roten Liste: Sie sind bereits ausgestorben, gefährdet oder extrem im Rückgang begriffen. Nur wenige Arten bereiten in der landwirtschaftlichen Praxis Probleme. Die meisten gefährdeten Ackerwildkräuter sind gegenüber der Feldfrucht konkurrenzschwach. Sie fördern eine Vielzahl von Ökosystemdienstleistungen, beispielsweise Bestäubung, Schädlingsbekämpfung, Humusaufbau oder Erosionsschutz.
Der Rückgang der Ackerwildkräuter ist vor allem auf die Veränderungen in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung zurückzuführen – ausgelöst durch einen rasanten pflanzenbaulichen und technischen Fortschritt. Das hat gravierende Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, denn Ackerwildkräuter sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungspyramide. Unter ihrem Rückgang leiden nicht nur Insekten, sondern auch Amphibien, Feldvögel, Fledermäuse und andere Säugetiere.
Dass sich wirtschaftlicher Ertrag mit Ackerwildkrautschutz vereinbaren lässt, zeigen viele Landwirtinnen und Landwirte in ganz Baden-Württemberg.
Mitmachen? So geht’s!
Auf Ihrem Acker blüht etwas, das Sie dort nicht ausgesät haben? Ob knallig bunt, oder auch klein und unscheinbar:
1. Bewerben Sie sich mit Ihrem Ackerschlag. Reichen Sie das Anmeldeformular einschließlich Lagekarte digital oder per Post bis 17. Mai hier ein (die Bewerbungsphase startet am 21. März):
RP Karlsruhe, Referat 56
z.Hd. Judith Knebel
76247 Karlsruhe
E-Mail senden
Die Mindestgröße pro Ackerschlag beträgt 0,1 ha. Pro Bewirtschafter können maximal drei Schläge gemeldet werden, dazu bitte jeweils getrennte Bögen verwenden. Bitte fügen Sie eine Lagekarte hinzu.
2. Ein Fachgutachter wird die angemeldeten Flächen begehen und die Auswahlkriterien zuteilen. Die Begutachtung erfolgt nach ökologischen und landwirtschaftlichen Kriterien. Entscheidend sind also nicht nur die Vielfalt und -zusammensetzung der Ackerwildkräuter, sondern auch der pflanzenbauliche Zustand (ein massives Auftreten von Problemunkräutern wird negativ beurteilt).
3. Im Juni wird eine fachübergreifende Jury aus Landwirtschaft und Naturschutz die artenreichsten Äcker besichtigen und die Auswahl treffen.
4. Die Prämierung der besten Flächen findet am Sonntag, 12. Juli 2026 beim Grünkernfest des Freilandmuseums Gottersdorf statt. Es werden Hauptpreise in Höhe von 300 bis 500 EUR und Sonderpreise in Höhe von 250 EUR vergeben.
Alle Teilnehmer erhalten eine Teilnahmeurkunde mit Dokumentation.
Zahlen und Fakten
Projektgebiet: Neckar-Odenwald-Kreis
Projektzeitraum: März bis Juli 2026
Finanzierung: Finanzmittel der Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg
Kooperationspartner
- Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltung des Regierungspräsidiums Karlsruhe
- Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltung des Landratsamtes Necker-Odenwald-Kreis
- Landschaftserhaltungsverband Neckar-Odenwald-Kreis e.V..
Unterstützt wird das Projekt vom Bauernverband Neckar-Odenwald-Kreis e.V. und dem Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V..
Termine
Bewerbungsphase: 21. März bis 17. Mai 2026
Prämierung: 12. Juli 2026 im Rahmen des Grünkernfestes in Gottersdorf
Informieren Sie sich
Das Anmeldeformular steht hier ab 20. März 2026 zum Download zur Verfügung.
Kontakt
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Judith Knebel
Referat 56
0721 926-7692
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