Vertiefende Untersuchung an der Nagold 2016 - 2019

Zahlen und Fakten
Vorhabenträger: Land Baden-Württemberg
Lage: Wasserkörper 44-01 Nagold oberhalb Schwarzenbach und Wasserkörper 44-02 Nagold ab Schwarzenbach ohne Würm
Aktueller Stand
Abgeschlossen.
Die Nagold verfehlt auf Basis der Bestandsaufnahme 2013 bereits im Oberlauf (Wk 44-01) den guten ökologischen Zustand für die biologischen Komponenten Fische (mäßig), Makrophyten und Phytobenthos, als Anzeiger für die Trophie (mäßig) und die hydromorphologischen Qualitätskomponenten. Im WK 44-02 (Unterlauf) kommt die Qualitätskomponente Makrozoobenthos (mäßig) hinzu und die hydromorphologischen Qualitätskomponenten verschlechtern sich weiter.
Die Schwerpunkte des Projektes lagen bei den biologischen Qualitätskomponenten Fischen und Makrozoobenthos (Kleintiere der Gewässersohle), sowie der Hydromorphologie (= Summe aus der Bewertung Mindestwasser, Durchgängigkeit, Struktur).
Die Nagold gehört zum Bearbeitungsgebiet Neckar. Im dortigen Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm 2015 sind bislang keine strukturverbessernden Maßnahmen für die Nagold und deren Zuflüsse ausgewiesen (ohne Würm). Aktuell sind in den Plänen hingegen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Fische, z.B. Beseitigung von Abstürzen, Maßnahmen zur Verbesserung des Mindestwassers, z.B. ausreichender Abfluss im Mutterbett bei Ausleitungswasserkraftanlagen, wie auch Maßnahmen an Regenwasserbehandlungsanlagen, z.B. Neubau von Regenwasserüberlaufbecken, ausgewiesen und werden sukzessive umgesetzt.
Begleitdokumentation zum TBG 44 (pdf)
Die Ursachen der Zustandsbewertung 2013 konnten nicht genau identifiziert und zugeordnet werden. Deshalb wurde ein Monitoring zu Ermittlungszwecken mit Defizitanalyse zu den genannten Schwerpunkten in Auftrag gegeben.
Ziele des Projekts waren die
- Ermittlung der standörtlichen Umweltvariablen, welche das Defizit verursachen,
- Quantifizierung der Einflussgrößen „Stoffe“ und „Struktur“ und Beurteilung deren Auswirkungen auf die Qualitätskomponenten.
Untersuchungen im Projekt
- Ermittlung der standörtlichen Umweltvariablen, welche das Defizit verursachen
- Quantifizierung der Einflussgrößen „Stoffe“ und „Struktur“ und Beurteilung deren Auswirkungen auf die Qualitätskomponenten