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Rebhuhnschutz Schefflenztal: Küken sind geschlüpft!
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Seit Mai haben die Rebhühner im Schefflenztal fleißig Eier gelegt. Seit Ende Juni ist es nun so weit: Die Rebhuhnküken schlüpfen. Dank der Beobachtung von Landwirt Manfred Steinbach aus Schefflenz ließ sich die Brut eines Rebhuhnpaares dieses Jahr ganz genau mitverfolgen: Wo vor wenigen Tagen noch die Henne im dichten Gras auf dem Nest saß, liegen jetzt nur noch leere Eierschalen. Aus dem angrenzenden Getreidefeld sind die Lockrufe der Henne zu vernehmen, die ihre Küken zur Futtersuche führt. Der Acker wird im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens Schefflenz – Oberschefflenz (Nord) als zeitlich vorgezogene Ausgleichsmaßnahme nach naturschutzfachlichen Kriterien bewirtschaftet.
Wer in den nächsten Tagen draußen im Schefflenztal unterwegs ist und aufmerksam lauscht, kann also mit etwas Glück eine Rebhuhnfamilie entdecken. Wie der Ruf der Rebhenne klingt, ist auf der neuen Projekthomepage beschrieben. Dort gibt es auch viele weitere Informationen zur Ökologie des Rebhuhns, zur aktuellen Bestandssituation im Schefflenztal sowie zu Gefährdungsursachen und geeigneten Schutzmaßnahmen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Rebhuhnfamilie gut durchkommt – denn den jungen Vögeln drohen viele Gefahren. Spaziergängerinnen und Spaziergänger werden gebeten, auf den Wegen zu bleiben und Hunde anzuleinen, um die Vögel nicht zu stören. Wer Rebhühner bemerkt, kann diese Beobachtung an die Rebhuhn-Initiative melden (per E-Mail an rebhuhn@rebhuhn-schefflenztal). Jede Beobachtung hilft, die Situation der Rebhühner im Schefflenztal besser einzuschätzen.
Hintergrundinformationen zu „Rebhuhnschutz Schefflenztal“
Das Rebhuhn ist landesweit vom Aussterben bedroht. Unter Federführung des Naturschutzreferates am Regierungspräsidium hat sich deshalb 2021 die Initiative „Rebhuhnschutz Schefflenztal“ gebildet. In dem rund 100 Quadratkilometer großen Projektgebiet zwischen Schefflenz, Billigheim, Mosbach, Elztal und Seckach befindet sich das bedeutendste noch verbliebene Verbreitungsgebiet des Rebhuhns im gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe. In der Initiative arbeiten haupt- und ehrenamtlicher Naturschutz Hand in Hand mit engagierten Landwirtinnen und Landwirten, Jägerinnen und Jägern sowie den betroffenen Kommunen zusammen. Beteiligt sind die NABU-Gruppen Mosbach und Seckach-Schefflenztal, die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Neckar-Odenwald, der Hegering IV der Kreisjägervereinigung Mosbach, der Landschaftserhaltungsverband sowie der Landesbauernverband. Die Kommunen Schefflenz, Billigheim, Elztal, Seckach und Mosbach sowie die Naturschutz-, Landwirtschafts-, Flurneuordnungs- und Jagdbehörden des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis unterstützen das Projekt. Ziel der Initiative ist die langfristige Erhaltung der Rebhühner und die Stärkung der Bestände im Schefflenztal.
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