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Medizinprodukte

Patientensicherheit im Fokus

Regierungspräsidium Karlsruhe richtet landesweite Tagung zur Überwachung von Medizinprodukten aus

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Frau steht mit Stift und Schreibblock vor einem medizinischen Diagnostikgerät

Gestern und heute (28. / 29. April 2026), trafen sich Fachleute des Sozialministeriums und der vier Regierungspräsidien aus ganz Baden-Württemberg im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt zur landesweiten Tagung zur Überwachung von Medizinprodukten. 

Der Austausch der Überwachungsbehörden findet bereits seit zehn Jahren statt. Die Organisation übernimmt im Wechsel eines der Regierungspräsidien, in diesem Jahr wurde die Tagung vom Regierungspräsidium Karlsruhe ausgerichtet.

Die jährliche Tagung dient dazu, Erfahrungen auszutauschen, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und die Zusammenarbeit der Behörden weiter zu stärken. So wird sichergestellt, dass die Überwachung von Medizinprodukten im Land einheitlich erfolgt und kontinuierlich an neue Herausforderungen angepasst wird.

Viele Menschen nutzen täglich Medizinprodukte oder werden mit diesen behandelt. Dazu gehören zum Beispiel Verbandsmaterial, Spritzen, Röntgengeräte, Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Brillen, Implantate, Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, moderne Software und viele mehr. Damit diese Produkte sicher zur Anwendung kommen, werden Hersteller, Händler, Importeure und Betreiber regelmäßig von den zuständigen Behörden überprüft.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Tagung lag auf Medizinprodukte-Software und Künstlicher Intelligenz. Diese Technologien werden bei immer mehr Geräten eingesetzt und unterstützen unter anderem Diagnosen und Behandlungen. Gleichzeitig stellen sie neue Anforderungen an die Sicherheit und Überwachung. Hierzu diskutierten die Behördenvertreter mit bundesweiten Fachexperten, bspw. vom Johner Institut und der Prüf- und Zertifizierungsstelle Berlin-CERT.

Die Teilnehmenden betrachteten diese Entwicklungen sowohl aus Sicht der Unternehmen, die Medizinprodukte herstellen oder vertreiben, als auch aus Sicht der Einrichtungen, die diese anwenden. Ergänzend dazu wurden in Workshops zentrale Themen der täglichen Überwachungspraxis vertieft, insbesondere die hygienische Aufbereitung von Medizinprodukten, die technische Sicherheit von Geräten sowie die rechtlichen Anforderungen für Unternehmen, die Medizinprodukte herstellen oder vertreiben.

Hintergrund

In Baden-Württemberg sind die vier Regierungspräsidien für die Überwachung von Medizinprodukten zuständig. Sie überprüfen die Sicherheit und die korrekte Anwendung der Produkte. Dabei kontrollieren sie alle Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg, die Medizinprodukte in den Verkehr bringen. Hierzu zählen Hersteller, Bevollmächtigte von Herstellern aus Nicht-EU-Ländern sowie Importeure und Händler. Gleichzeitig überwachen die Behörden auch die Anwendung vor Ort, etwa in Arztpraxen, Krankenhäusern, Zahnarztpraxen und Laboren. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die hygienisch einwandfreie Aufbereitung der Medizinprodukte sowie deren sichere Funktion im Einsatz. Durch diese Kontrollen wird gewährleistet, dass Patientinnen und Patienten bestmöglich geschützt sind. Darüber hinaus stellen die Regierungspräsidien Exportbescheinigungen für Medizinprodukteunternehmen aus, die diese für den internationalen Handel von Medizinprodukten benötigen.

Kontakt

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Irene Feilhauer
Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-4051
E-Mail senden 

 

Charlotte Erdmann
Stellvertretende Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-6266
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