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Maßnahme 3.3 – Brücke „In den Weinäckern“ bis zum ehemaligen Postmühlenwehr in Wiesloch
Feierliche Einweihung der Maßnahme am Leimbach
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Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe hat den Ausbau des Leimbach-Oberlaufs in Wiesloch fertiggestellt. Damit wird in diesem Abschnitt der Hochwasserschutz auf ein 100-jährliches Schutzniveau verbessert und die Gewässerökologie aufgewertet.
Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Oberbürgermeister Dirk Elkemann übergaben heute, 18. März 2026, den neugestalteten Leimbach-Abschnitt der Öffentlichkeit. Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder: "Angesichts zunehmender Wetterextreme ist ein moderner Hochwasserschutz unverzichtbar. Die Maßnahme M3.3 ist ein technisches Meisterstück: Wir haben auf engstem Raum im Stadtgebiet den Hochwasserschutz gewährleistet und gleichzeitig die ökologische Durchgängigkeit des Flusses wiederhergestellt."
Der Landesbetrieb Gewässer startete die Bauarbeiten im Oktober 2023. Das Projektgebiet erstreckt sich über 1,4 Kilometer von der Brücke „In den Weinäckern“ bis zur Einmündung des Waldangelbachs. Die Maßnahme erfüllt dabei eine Doppelfunktion:
Sie ist ein wichtiger Baustein der Hochwasserschutzkonzeption am Leimbach, bei dem die Hochwasserschutzdämme ertüchtigt und abschnittsweise durch Hochwasserschutzmauern ergänzt wurden, um den Schutz der Menschen in Wiesloch zu gewährleisten. Neben der Sicherheit stand außerdem die Gewässerökologie im Fokus. Die Durchgängigkeit des Leimbachs für Fische und Kleinstlebewesen im Gewässer wurde hergestellt. Dafür wurde der Pegel umgebaut und das ehemalige Postmühlenwehr abgerissen – hier befindet sich jetzt eine sogenannte „Raue Rampe“. In Teilbereichen wurde das Gewässer zusätzlich aufgeweitet.
Im Gewässerbett sorgen sogenannte Instream-Maßnahmen – wie der Einbau von Totholz, Buhnen und Kiesbänken – für dynamische Strömungsverhältnisse und neue Lebensräume. Damit das Gewässer auch für die Menschen in Wiesloch erlebbar wird, wurde an einigen Stellen der Fußweg nah an das Flussbett herangeführt.
Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder: "Der Leimbach rückt wieder näher an die Menschen in Wiesloch heran. Durch die neuen Zugänge und die naturnahe Gestaltung lädt der Leimbach zum Verweilen ein. Wir gewinnen hier ein echtes Stück Lebensqualität mitten in der Stadt zurück."
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 11,5 Millionen Euro. Dabei trägt das Land Baden-Württemberg 70 % der Kosten. Die Kommunen Wiesloch und Walldorf beteiligen sich zu je 15 %.
Die verschiedenen Projektbestandteile werden auf der neuen Info-Tafel am Leimbach an der Wiese neben dem Haus Kurpfalz dargestellt und erläutert.
Weitere Informationen zur Maßnahme 3.3
Hintergrund
Die Maßnahme 3.3 steht im Kontext mit anderen Teilmaßnahmen der Leimbach-Hardtbach-Projekte. Ergänzende Informationen sind unter: rpk.baden-wuerttemberg.de/abt5/referat-531-gewaesser-i-ordnung-hochwasserschutz-und-gewaesseroekologie-planung-und-bau/leimbach-hardtbach/ zu finden.
Für die flussabwärts folgenden Abschnitte M3.1 und M4 liegen bereits rechtskräftige Planfeststellungsbeschlüsse vor.
Bei der Maßnahme M3.1 soll nun im Laufe des Jahres mit der Erstellung der Ausführungsplanung und der Bauvorbereitung begonnen werden.
Im Bereich der Maßnahme M4 laufen aktuell Reparaturen an zwei Teilabschnitten der Leimbachböschungen in St Ilgen (Stadt Leimen). In Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen ist es nach aktuellem Bauzeitenplan vorgesehen, die Reparaturarbeiten an diesen Leimbachabschnitten bis Ende März abzuschließen. Aufbauend auf dem Planfeststellungsbeschluss und in Abstimmung mit den Kommunen kann der Hochwasserschutz auch in diesem Leimbachabschnitt – unter Berücksichtigung der Personal- und Finanzressourcen des Landes – in den kommenden Jahren weiter verbessert werden. Eine konkrete Terminierung (Baustart und Bauzeit) ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich.
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