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Naturschutz

Landschaftspflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen

Regierungspräsidium Karlsruhe lässt verbuschte Moorflächen freistellen – Waldweg während der Arbeiten gesperrt

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Verbuschte Fläche im Moor

Ab Montag, 5. Oktober 2026, werden im Naturschutzgebiet „Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen“ Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt. Auf einer rund 0,5 Hektar großen, zunehmend verbuschten Moorfläche werden Gehölze entnommen, um die offene Moorfläche wiederherzustellen und langfristig zu erhalten.

Die Umsetzung ist der erste Schritt einer Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der hydrologischen und ökologischen Bedingungen der wertvollen Moorlebensräume. Die Arbeiten werden im Rahmen des Interreg-Projekts „Zones Humides/Feuchtgebiete“ durchgeführt. Fachlich basiert die Maßnahmenumsetzung auf einem hydrologischen Gutachten für das Gebiet, dessen Ergebnisse bereits in den betroffenen Gemeinderäten vorgestellt wurden.

Aufgrund der Beschaffenheit der Fläche und des Umfangs der Arbeiten ist der Einsatz von entsprechend schwerem Gerät erforderlich. Die Arbeiten werden möglichst bodenschonend und unter Berücksichtigung der naturschutzfachlichen Anforderungen durchgeführt.

Hinweise für Besucherinnen und Besucher

Während der Maßnahme muss der durch den Arbeitsbereich führende Waldweg entlang des Werrenhäuslesgrabens aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt werden. Fahrradfahrende Pendlerinnen und Pendler können in dem Zeitraum das Gebiet östlich auf dem Fahrradweg zwischen Weingarten und Grötzingen parallel zur B3 umfahren. Die Arbeiten können abhängig vom Arbeitsfortschritt und den Witterungs- und Bodenverhältnissen mehrere Wochen andauern. Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet Besucherinnen und Besucher um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen.

Hintergrundinformationen

Moore und andere Feuchtlebensräume gehören zu den besonders empfindlichen und gefährdeten Lebensräumen. Durch die zunehmende Austrocknung des Gebiets und fortschreitende Gehölzentwicklung wurden die offenen Moorbereiche zunehmend überwachsen. Diese Verbuschung verdrängt viele spezialisierte und gefährdete Tier- und Pflanzenarten und beschleunigt die Verlandung des Moores. Durch die Freistellung der Flächen sollen die für den Standort typischen, offenen und feuchten Lebensräume erhalten und ihre weitere Entwicklung gefördert werden.

Interreg-Projekt „Zones Humides/Feuchtgebiete“

Die Maßnahme wird im Rahmen des grenzüberschreitenden EU-kofinanzierten Interreg-Projekts „Zones Humides/Feuchtgebiete“ umgesetzt. Im Mittelpunkt des Projekts stehen der Schutz und die Wiederherstellung von Feuchtgebieten und Moorlebensräumen. Fachliche Grundlage für die Maßnahmen im Naturschutzgebiet „Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen“ bildet unter anderem das für das Gebiet erstellte hydrologische Gutachten.

Anhang

Gesperrte Wegstrecke

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Irene Feilhauer
Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-4051
E-Mail senden 

 

Dr. Tassilo Keiber
Stellvertretender Pressesprecher
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-6266
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