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Naturschutz

Jetzt mitmachen und zeigen, was Ihr Acker kann: Ackerwildkraut-Meisterschaft 2026 im Neckar-Odenwald-Kreis

Teilnahmeschluss am 17. Mai 2026

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Acker-Rittersporn

Wer mit Getreide einen guten Ertrag holt und dabei Vielfalt mitdenkt, hat jetzt die perfekte Bühne: Die Ackerwildkraut-Meisterschaft des Landes Baden‑Württemberg findet 2026 im Neckar‑Odenwald‑Kreis statt. Jeder Betrieb, ob konventionell oder ökologisch wirtschaftend, kann mitmachen. Einfach Ackerschläge bis zum 17. Mai 2026 anmelden und damit sichtbar machen, wie moderne Landwirtschaft und Artenreichtum Hand in Hand gehen.

Warum sich die Teilnahme für Betriebe lohnt:

  • Sichtbarkeit: Präsentation der Leistung vor Fachpublikum, Medien und der Region
  • Fachliches Feedback mit wertvollen Impulsen: Ein Gutachter bewertet die Fläche/n nach ökologischen und pflanzenbaulichen Kriterien
  • Team‑Motivation: Die Teilnahme ist ein starkes Zeichen für verantwortungsvolle, zukunftsfähige Landwirtschaft
  • Preise: Hauptpreise von 300 bis 500 Euro und Sonderpreise zu 250 Euro warten auf die Siegerinnen und Sieger

So läuft’s ab:

  • Anmeldung: Einfach und unkompliziert online bis 17. Mai 2026
  • Auswahl der Siegerinnen und Sieger durch eine interdisziplinäre Jury mit Beteiligung des Kreisbauernverbandes
  • Ehrung: Die Preisverleihung findet am 12. Juli 2026 beim Grünkernfest im Odenwälder Freilandmuseum Gottersdorf in Anwesenheit von Landrat Dr. Achim Brötel statt

Alle Infos und Anmeldeunterlagen

Hingeschaut im Mai: Der Acker-Rittersporn (Consolida arvensis

Der Acker-Rittersporn wurde vom Naturschutzbund zur Blume des Jahres 2026 gewählt, stellvertretend für eine Vielzahl von Ackerwildkräutern, die zunehmend gefährdet sind. Auch in Baden-Württemberg steht der Acker-Rittersporn als gefährdete Art auf der Roten Liste. Er kommt auf nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden vor. Der Name „Rittersporn“ leitet sich von der Form des hintersten der Blütenhüllblätter ab, das in einem lang gezogenen Sporn endet. Schon von Weitem leuchtet der Rittersporn kräftig violettblau durch das Getreide. Kein Wunder, dass sein Verwandter als Zierpflanze Einzug in viele Gärten gehalten hat. Der Nektar des Acker-Rittersporns befindet sich am Grunde einer langen Kronröhre. Ackerhummeln nutzen ihn als Nektar- und Pollenquelle. Doch der Rittersporn lässt nicht jeden ran: Um den Nektar zu erreichen, benötigen die Blütenbesucher besonders lange Rüssel. Der der Ackerhummel ist bis zu 15 Millimeter lang – bei einer Köpergröße von bis zu 18 Millimetern. Manch kurzrüsselige Hummel greift deshalb zu einem Trick: Sie beißt die enge Kronröhren auf, gelangt so an den Nektar und lässt den Rittersporn unbestäubt zurück.

Hintergrundinformation: Unkraut vergeht nicht? Stimmt nicht!

Von rund 220 Ackerwildkrautarten in Baden-Württemberg befinden sich etwa 100 auf der Roten Liste: Sie sind bereits ausgestorben, gefährdet oder extrem im Rückgang begriffen. Deutschlandweit sind Ackerwildkräuter die Pflanzengruppe mit dem größten Anteil an gefährdeten Arten. Dabei fördern Ackerwildkräuter eine Vielzahl von Ökosystemdienstleistungen wie Bestäubung, Schädlingsbekämpfung, Humusaufbau oder Erosionsschutz. Der Rückgang der Ackerwildkräuter ist vor allem auf den rasanten pflanzenbaulichen und technischen Fortschritt zurückzuführen. Insbesondere der Einsatz von Herbiziden sowie die Einführung der Saatgutreinigung haben dazu geführt, dass es immer weniger wild wachsende Pflanzen auf unseren Äckern gibt. Das hat gravierende Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, denn Ackerwildkräuter sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungspyramide. In Ackerlandschaften stellen Ackerwildkräuter oft das einzige Blütenangebot für Insekten dar. Mit deren Rückgang verschwinden zunehmend auch Amphibien, Vögel, Fledermäuse und andere Säugetiere.

Anhang:

Anmeldebogen zur Ackerwildkrautmeisterschaft

Kontakt

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Irene Feilhauer
Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-4051
E-Mail senden 

 

Charlotte Erdmann
Stellvertretende Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-6266
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