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Europa

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit staatlicher Behörden am Oberrhein

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Frédéric Bierry, Präsident der Collectivité européenne d’Alsace, unterzeichnen Partnerschaftsvereinbarung zum Personalaustausch

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Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Landrat des Landkreises Rastatt Prof. Dr. Christian Dusch und Präsident der Collectivité européenne d’Alsace Frédéric Bierry bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarungen.

Heute, am 10. Juni 2026, unterzeichneten Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Frédéric Bierry, Präsident der Collectivité européenne d’Alsace (CeA), im Rahmen der Sitzung der Säule Politik der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) in Straßburg eine Vereinbarung zum grenzüberschreitenden Personalaustausch. Sie ermöglicht Mitarbeitenden beider Behörden beim jeweils anderen Partner bis zu einwöchigen Hospitationen. Ziel ist es, die Verwaltungsabläufe und die Organisation der Partnerverwaltung besser kennen zu lernen und die Zusammenarbeit der Behörden am Oberrhein zu intensivieren.

„Hier bei uns an der französischen Grenze ist die konkrete grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein entscheidender Baustein für das Zusammenwachsen unserer Region. Die enge Zusammenarbeit den Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltungen spielt hierbei eine wichtige Rolle,“ betonte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder.

„Am Oberrhein beschränkt sich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit nicht auf die Institutionen: Sie beruht vor allem auf den Menschen, die sie im Alltag mit Leben erfüllen. Indem wir den Austausch zwischen unseren Mitarbeitenden fördern, stärken wir das gegenseitige Verständnis und die Effizienz des öffentlichen Handelns in den Diensten der Bewohnenden unseres gemeinsamen Gebiets“, erklärte Frédéric Bierry.

Wie bereits in der Pressemitteilung vom 10. März 2023 mitgeteilt, besteht seit 2023 ein vergleichbares Abkommen zwischen dem Regierungspräsidium Karlsruhe und der Regionalpräfektur Grand Est. Die damalige Vereinbarung zwischen Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Regionalpräfektin Josiane Chevalier war die erste dieser Art am Oberrhein. 
Sie hat sich als voller Erfolg erwiesen: Bislang haben acht Mitarbeitende der Präfektur beim Regierungspräsidium Karlsruhe hospitiert; umgekehrt waren es zwölf Personen. Aus den bilateralen Besuchen sind zahlreiche dauerhafte Arbeitsbeziehungen entstanden.

Die neue Vereinbarung mit der CeA weitet dieses bewährte Modell auf die elsässische Gebietskörperschaft aus. Sie ermöglicht den direkten und persönlichen Austausch nun auch mit einem weiteren wichtigen Partner am Oberrhein.

Zeitgleich unterzeichnete Landrat Prof. Dr. Christian Dusch, Landkreis Rastatt, eine gleichartige Vereinbarung zum grenzüberschreitenden Personalaustausch mit CeA-Präsident Frédéric Bierry.

Die Sitzung der Säule Politik der Trinationalen Metropolregion Oberrhein befasste sich darüber hinaus mit der neuen Strategie 2040 der TMO sowie mit der Zukunft des Interreg-Programms nach 2027. Mit dem Interreg-Programm fördert die Europäische Union seit 1990 Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein und in anderen Grenzregionen Europas.

Hintergrundinfo Kooperation am Oberrhein

Keine andere europäische Region arbeitet grenzüberschreitend so eng und erfolgreich zusammen wie die Trinationale Metropolregion Oberrhein. Die Teilregionen Elsass, Baden, Südpfalz und Nordwestschweiz mit ihren sechs Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern fügen sich zu einem gemeinsamen Kultur-, Lebens- und Wirtschaftsraum zusammen. 
Viele private und staatliche Initiativen fördern unter anderem Mobilität, Bildung, Forschung und Umweltschutz in der Dreiländerregion. Gestaltet und begleitet wird die Kooperation von der Oberrheinkonferenz und dem Oberrheinrat. Die Oberrheinkonferenz verbindet die Regierungs- und Verwaltungsbehörden. Sie initiiert eine Vielzahl von Projekten und forciert deren Umsetzung. Der Oberrheinrat bildet die Versammlung der politisch Gewählten; er nimmt zu wichtigen regionalen Fragen Stellung, auch gegenüber Brüssel, Paris, Berlin und Bern.

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