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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gemeinsam weiterentwickeln
Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder empfängt neuen Straßburger Präfekten
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Die Karlsruher Regierungspräsidentin Felder und der Straßburger Präfekt Amaury de Saint-Quentin haben sich heute, 24. Februar 2026, in Karlsruhe zu aktuellen Themen der Zusammenarbeit am Oberrhein ausgetauscht.
Amaury de Saint-Quentin ist seit Anfang Dezember 2025 Präfekt von Straßburg und Vertreter des französischen Staates für die Region Grand Est (Elsass, Lothringen, Champagne-Ardenne). Er folgt auf Jacques Witkowski, der als Präfekt nach Marseille gewechselt ist. Turnusgemäß übernimmt de Saint-Quentin in diesem Jahr den Vorsitz der Deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Themen:
- grenzüberschreitende Mobilität zwischen Nordelsass und Mittelbaden
- Zusammenarbeit beim Umgang mit PFAS-Belastungen
- sichere Nutzung der Tiefengeothermie auf beiden Seiten des Rheins
- Kooperationsmöglichkeiten im Bevölkerungsschutz, insbesondere Katastrophenschutz, Zivilschutz und Pandemieplanung
Vor dem Hintergrund erschwerter Finanzierungsbedingungen für grenzüberschreitende Einrichtungen und Projekte betonte Regierungspräsidentin Felder die Bedeutung des Engagements der regionalen Akteure: „Wir müssen uns bei den nationalen Regierungen und – in Deutschland – auch bei den Landesregierungen, immer wieder für die Berücksichtigung der besonderen Belange von Grenzregionen und die Finanzierung von grenzüberschreitenden
Vorhaben einsetzen. Was passiert, wenn dies nicht gelingt, haben wir bei den Grenzschließungen während der Corona-Pandemie gesehen und erleben wir im ÖPNV und im Straßenverkehr über den Rhein leider noch oft genug. Dafür setze ich mich gemeinsam mit unseren Partnern in Rheinland-Pfalz, Frankreich und der Schweiz ein.“
Hintergrund: Oberrheinkonferenz
Die Trinationale Metropolregion Oberrhein mit den Teilregionen Elsass, Baden, Südpfalz und Nordwestschweiz umfasst rund sechs Millionen Einwohnende und bildet einen gemeinsamen Kultur-, Lebens- und Wirtschaftsraum. Zahlreiche private und staatliche Initiativen fördern Mobilität, Bildung, Forschung und Umweltschutz in der Dreiländerregion.
Die Kooperation wird von Oberrheinkonferenz und Oberrheinrat gestaltet und begleitet:
- Die Oberrheinkonferenz vernetzt Regierungs- und Verwaltungsbehörden, initiiert Projekte und unterstützt deren Umsetzung.
- Der Oberrheinrat ist die Versammlung politisch Gewählter und bezieht Stellung zu wichtigen regionalen Fragen, unter anderem gegenüber Brüssel, Paris, Berlin und Bern.
- Die Trinationale Metropolregion Oberrhein bündelt die Kräfte der Akteure in den Säulen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
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