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Hochwasserschutz

Dammreparaturarbeiten am Leimbach im Bereich Leimen – St. Ilgen können bis Anfang Mai 2026 abgeschlossen werden

Nutriabejagung und Bisambekämpfung werden intensiviert

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Reparaturarbeiten im Bereich Leimbachstraße Richtung Brücke Theodor-Heuss-Straße

Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe hat als Träger der Unterhaltungslast am 12. Januar 2026 mit notwendigen Reparaturen an den Leimbachböschungen in Leimen – St. Ilgen begonnen.

Im ersten Schritt wurden die Lagerflächen für die Baumaßnahmen eingerichtet, um mit den Reparaturarbeiten beginnen zu können. Zudem haben vor Beginn der Arbeiten in den einzelnen Gewässerabschnitten Fischevakuierungen zum Schutz der Fischfauna stattgefunden.

Bei den Reparaturarbeiten wurde abgerutschtes Böschungsmaterial am Böschungsfuß entnommen und daraufhin Steinschüttungen eingebracht. Die Steinschüttung sichert die Böschung und verhindert Wühltierbefall. Im darauffolgenden Schritt wurde dann an diesen Leimbachabschnitten Erdmaterial auf den Steinschüttungen des Böschungsfußes und an den Böschungen eingebaut. Bei den Erdarbeiten werden die Böschungen verdichtet und Wühltierbauten von Bisam und Nutria werden verschlossen.

Im Leimbachabschnitt zwischen der Bundesstraße B3 und der Lenaustraße konnten die Arbeiten zur Böschungssicherung mittels Steinschüttungen bis Ende Februar weitestgehend abgeschlossen werden. Witterungsbedingt waren die Erdarbeiten an diesem Leimbachabschnitt bis Ende Februar jedoch noch nicht möglich.

Ab dem 2. März 2026 wurde zudem mit den Reparaturarbeiten der Leimbachböschung in St. Ilgen zwischen der Brücke Theodor-Heuss-Straße und Brücke Bahnhofsstraße begonnen. 

Im Anschluss an die Reparaturen zwischen der Brücke Theodor-Heuss-Straße und Brücke Bahnhofsstraße wurden die verbleibenden Erdbauarbeiten im Leimbachabschnitt zwischen der Bundesstraße B3 und der Lenaustraße durchgeführt.

In Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen können nach aktuellem Bauzeitenplan die Reparaturarbeiten an den beiden Leimbachabschnitten voraussichtlich bis Anfang Mai abgeschlossen werden. 

Diese Reparaturarbeiten sind Unterhaltungsmaßnahmen und sichern den Hochwasserschutz im betroffenen Gebiet. 

Ein Großteil der Schäden an den Dämmen bzw. Böschungen des Leimbachs ist auf die Wühltierbauten von Bisam und Nutria zurückzuführen. Die Wühltiere gefährden daher die für den Hochwasserschutz notwendige Stabilität der Uferböschung. Da die Populationen stark gewachsen sind, müssen nun dauerhaft Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Daher werden nun in Abstimmung mit den angrenzenden Kommunen die Nutriabejagung und Bisambekämpfung intensiviert. An den entsprechenden Gewässerabschnitten werden Warnhinweise vor den Fallen zur Bisambekämpfung aufgestellt. Um Verletzungen durch die Fallen zu vermeiden, dürfen die Fallen nicht berührt werden und Hunde müssen an der Leine geführt werden. 

Hintergrundinfo:

Nutria (Myocastor coypus) ist eine aus Südamerika stammende Nagetierart, die sich in Mitteleuropa als neue Art (Neozoon) etabliert hat. Nutria sind jagdbares Wild und werden daher grundsätzlich mit der Schusswaffe bekämpft.

In befriedeten Bereichen, in denen der Umgang mit Schusswaffen schwieriger ist, können Nutria zudem mit Lebendfallen eingefangen und andernorts erlegt werden.

Die Bekämpfung der Nutria erfolgt durch die jeweiligen Jagdausübungsberechtigten in deren Jagdrevieren.

Bisam (Ondatra zibethicus), auch bekannt als Bisamratte, ist eine ursprünglich ausschließlich in Nordamerika beheimatete Nagetierart, die sich über fast ganz Europa und Asien ausgebreitet und als neue Art (Neozoon) etabliert hat. Zoologisch ist die Bisamratte keine Rattenart, sondern gehört zu den Wühlmäusen.

Bisams sind kein jagdbares Wild und werden daher grundsätzlich mit Totschlagfallen bekämpft.

Für die Bisambekämpfung mit Totschlagfallen muss ein Lehrgang für Bisamfänger absolviert worden sein.

Die Erlegung des Bisams im Rahmen der befugten Jagdausübung durch die Jägerschaft ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. 

Kontakt

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Irene Feilhauer
Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-4051
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Charlotte Erdmann
Stellvertretende Pressesprecherin
Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
0721 926-6266
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